Die Wirtschaft wiederbeleben

Ausbildungsprojekt in Islamabad zur Ankurbelung der durch die Corona-Pandemie schwer getroffenen pakistanischen Wirtschaft

Durch Corona in Existenznot geraten

September 2023 – Nach einigen organisatorischen Verzögerungen konnten wir nun endlich mit unserem „Covid-Projekt“ im pakistanischen Islamabad an den Start gehen. Da die Pandemie das Land und besonders dessen Hauptstadt auch hinsichtlich Wirtschaft und Arbeitsmarktsituation stark getroffen hat, realisieren wir hier gemeinsam mit unserem langjährigen lokalen Partner PRIDEA – Pakistan Relief ein Projekt zur „wirtschaftlichen Wiederbelebung“. Zahlreiche Familien haben durch Corona ihre Ernährer, viele Menschen ihre Arbeitsplätze verloren. Wir möchten die Betroffenen dabei unterstützen, beruflich wieder auf die Beine zu kommen.

Durch praktische Ausbildungen in den für den pakistanischen Arbeitsmarkt wichtigen Bereichen des Nähens sowie der Lebensmittelverarbeitung und -verpackung geben wir ihnen die Möglichkeit, neue Fertigkeiten zu erlernen, Erfahrungen zu sammeln und ein eigenes kleines Unternehmen zu gründen bzw. einen entsprechenden Arbeitsplatz zu finden.

Die Textilindustrie ist die der größte industrielle Zweig Pakistans. Um die Wertschöpfung im Bekleidungssektor zu steigern, hat die pakistanische Regierung ein Projekt zur Errichtung von 1.000 industriellen Nähereien ins Leben gerufen. Sie sollen besonders der Jugend Beschäftigungs- und Geschäftsmöglichkeiten bieten. Der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften der textilen Verarbeitung ist in Pakistan groß. Daher planen wir, in viermonatigen Schulungen 40 Personen in theoretischen und praktischen Blöcken im Bereich der Stoffveredelung auszubilden, um schließlich Stofftaschen, Schuluniformen und andere Kleidungsstücke herzustellen.

Elf Näh- und Stickmaschinen sowie Stühle und Tische, ein Stoffschneider, Baumwollstoff und diverses Zubehör wie Knöpfe, Reißverschlüsse und Klettverschlüsse sind eigens dafür angeschafft worden – ebenso weitere notwendige Ausrüstungsgegenstände wie Scheren, Bügeleisen und ein Siebdruckwerkzeug mit Rahmen, Gewebe und Farben.

Der zweitwichtigste industrielle Zweig Pakistans ist die Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Auch hier planen wir, 40 Personen in der Lebensmittelverarbeitung und -verpackung auszubilden. Mindestens 50 Prozent der Ausbildung sind der Praxis gewidmet. Dafür mussten Maschinen und Materialien angeschafft werden, etwa zwei Dörrgeräte, ein Herd, Gasflaschen, elektrische Heißsiegelgeräte und Töpfe ebenso wie Verpackungsmaterial und Kartons für den Transport von Lebensmitteln. Der theoretische Teil umfasst Themen wie persönliche Hygiene, Sicherheit am Arbeitsplatz, Lebensmittelsicherheit und Umgang mit Lebensmitteln.

Acht Schulungen sind insgesamt geplant. Jeder Kurs wird innerhalb eines Monats jeweils zehn Auszubildende erreichen. In einem Zeitraum von vier Monaten werden damit insgesamt 80 Personen, die durch Corona in Existenznot geraten sind, von den beiden Ausbildungsprogrammen profitieren. Eine durchschnittliche Familie in Pakistan besteht aus sechs bis acht Angehörigen, die meist alle von einem Alleinverdiener abhängig sind. Indirekt erreichen unsere Ausbildungsmaßnahmen damit rund 550 bis 600 Menschen.

Die Arbeitsgeräte und Maschinen gehen nach der Projektlaufzeit in den Besitz unseres Partners über, damit dessen Team die Schulungen mit anderen Begünstigten auch zukünftig fortsetzen kann. So schaffen wir nachhaltig eine Grundlage für Bildung und Ausbildung und langfristig eine echte Perspektive für die Betroffenen der Corona-Pandemie.

Das Projekt wird unterstütz durch Aktion Deutschland Hilft. LandsAid ist seit 2012 Mitglied in dem Bündnis von Hilfsorganisationen.

Bildquelle: PRIDEA/LandsAid

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Die Covid-Pandemie hat Pakistan und besonders dessen Hauptstadt Islamabad wirtschaftlich schwer getroffen. Viele Familien haben ihre Ernährer verloren, viele Menschen ihre Arbeitsplätze. Wir möchten die Betroffenen dabei unterstützen, wirtschaftlich auf wieder auf die Beine zu kommen. Helfen Sie uns dabei!

Die Covid-19-Pandemie hat seit ihrem Ausbruch im Jahr 2020 auch die Menschen in Pakistan stark getroffen. Besonders betroffen ist die Hauptstadt Islamabad. Für ein Entwicklungsland wie Pakistan, in dem eine große Zahl von Menschen ohnehin bereits unterhalb der Armutsgrenze lebt und ums Überleben kämpft, stellte die Pandemie nicht nur eine enorme Herausforderung im Gesundheitssektor dar, sondern verschlechterte auch die Einkommenssituation im ganzen Land. Noch nie dagewesene Abriegelungen, strenge Standardarbeitsanweisungen, soziale Distanzierung, Einschränkungen bei Versammlungen und andere Probleme haben die Lebensgrundlage von fast 7,15 Millionen Arbeitnehmern beeinträchtigt und das Leben vieler Menschen für immer verändert. Die Pandemie hat damit massive Auswirkungen auf den gesamten Wirtschaftssektor Pakistans.

In Pakistan ist es üblich, dass viele Familienmitglieder im selben Haushalt leben und in der Regel alle vom Einkommen eines Mitglieds abhängig sind. Angesichts der hohen Sterblichkeitsrate in den ärmeren Gemeinden haben daher einige Familien nicht nur Angehörige verloren, sondern durch den Verlust ihrer Versorger auch ihre einzige Einkommensquelle. Viele Menschen konnten außerdem nicht mehr arbeiten, da Büros und Arbeitsstätten geschlossen blieben. Kinder konnten nicht zur Schule gehen, Jugendliche ihre Ausbildung nicht fortsetzen. Hinzu kommt das Phänomen der „Covid-Waisen“: Kinder und Jugendliche, die einen Elternteil oder sogar beide Elternteile verloren haben und die Schule abbrechen müssen, um eine Einkommensquelle zu finden.

Das Projekt wird gefördert von Aktion Deutschland Hilft (ADH). LandsAid ist seit 2012 Mitglied in dem Bündnis der Hilfsorganisationen.

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