Fluten, Vertreibung, Unsicherheit

Überschwemmungen in Mosambik: Frauen und Mädchen besonders gefährdet – Unterstützung für unsere lokale Partnerorganisation 

Wenn Flucht Leben bedroht

Februar 2026 – Starkregen und Zyklone haben in Mosambik eine humanitäre Krise ausgelöst. Anfang dieses Jahres kam es in Mosambik zu schweren Überschwemmungen, ausgelöst durch extrem heftige und langanhaltende Regenfälle, die bereits Ende Dezember eingesetzt hatten. Bis Anfang Februar hielten die Niederschläge an, zahlreiche Flüsse traten über die Ufer und überfluteten weite Landesteile.

Hunderttausende Menschen wurden aus ihren Häusern vertrieben, Straßen, Krankenhäuser und Schulen zerstört. Der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist vielerorts eingeschränkt, das Risiko für Krankheiten steigt. Gleichzeitig verschärfen überflutete Felder und zerstörte Ernten die ohnehin angespannte Versorgungslage.

Besonders betroffen sind Frauen und Mädchen. Unser Partner, das feministische Basisnetzwerk GMPIS, hat uns angesichts der dramatischen Lage einen dringenden Hilferuf übermittelt und sammelt aktuell Spenden für betroffene Gemeinschaften.

Nach Angaben des Nationalen Instituts für Katastrophenrisikomanagement und -reduzierung (INGD) haben die Überschwemmungen seit dem
7. Januar mehr als 650.000 Menschen getroffen. Mindestens zwölf Menschen kamen ums Leben, fast 100.000 Personen mussten in temporären Unterkünften Schutz suchen.

„Unsere Aktivistinnen und ihre Gemeinschaften in den Provinzen Sofala, Gaza und Maputo gehören zu den direkt Betroffenen“, berichtet uns Heike Friedhoff, Mitglied und Projektberaterin bei GMPIS.

Derzeit suchen rund 1.500 Frauen und Mädchen Zuflucht in Notunterkünften. Die Bedingungen dort sind häufig überfüllt und unsicher, grundlegende Dinge des täglichen Bedarfs fehlen.

Aus früheren Krisen ist bekannt, dass Frauen und Mädchen in Vertreibungssituationen besonders gefährdet sind. Dazu zählen unter anderem sexualisierte Gewalt, Ausbeutung und ein ungleicher Zugang zu humanitärer Hilfe. „Diese Risiken werden oft übersehen, haben aber langfristige Folgen – nicht nur für die Betroffenen selbst, sondern für ganze Gemeinschaften“, betont Heike Friedhoff.

Um Frauen und Mädchen besser zu schützen, setzt GMPIS auf gemeinschaftsbasierte Schutzmaßnahmen und die Bereitstellung lebenswichtiger Hilfsgüter, darunter sogenannte Würde-Kits, die grundlegende Hygiene- und Schutzartikel enthalten. Ein solches Kit besteht etwa aus Damenbinden, Seife, Waschmittel, Zahnpaste, Zahnbürste, einem Kamm und einem Eimer und kostet rund 18 Euro.

Die Arbeit von GMPIS erfolgt solidarisch, transparent und auf freiwilliger Basis. Sie wird von Frauen vor Ort getragen, die die Situation und die Bedürfnisse ihrer Gemeinschaften genau kennen und schnell reagieren können. Wir möchten unseren Partner unterstützen – helft uns dabei!

Mit eurer Unterstützung können Leben geschützt, Würde bewahrt und Rechte gestärkt werden. Jede Spende hilft, Frauen und Mädchen in dieser akuten Notsituation beizustehen.

Zugehörige Beiträge

Ihre Spende kommt an

Unser Ausgaben und Einnahmen werden regelmäßig vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) überprüft. Es bescheinigt uns seit 2009 regelmäßig eine ordnungsgemäße Verwendung der Spendengelder, weshalb wir zum Tragen des entsprechenden Siegels berechtigt sind.

🌊 Überschwemmungen in Mosambik – Frauen und Mädchen brauchen unsere Hilfe!

Starkregen und Zyklone haben Hunderttausende Menschen vertrieben. Besonders Frauen und Mädchen in Notunterkünften sind gefährdet.

💛 Schon 18 € schenken einer Frau ein Würde-Kit mit Hygieneartikeln wie Damenbinden, Seife und Zahnbürste – Schutz, Sicherheit und ein Stück Selbstbestimmung.

🙏 Jetzt helfen

Konflikt und Flut verschärfen die Krise für Frauen und Mädchen in Mosambik

Seit 2017 führt der Aufstand von gewalttätigem Extremismus in der Provinz Cabo Delgado zu Angriffen auf die lokale Bevölkerung. Mehr als 800.000 Menschen – etwa 35  Prozent der Provinzbevölkerung – sind derzeit auf der Flucht, über 4.000 Menschen haben ihr Leben verloren. Viele junge Frauen und Mädchen wurden entführt, missbraucht oder traumatisiert, und die Vertriebenen sind über das ganze Land verstreut, vor allem in Pemba, Nampula, Niassa und Zambesia.

Die meisten Geflüchteten leiden unter Nahrungs- und Versorgungsmangel, viele leben in überfüllten Notunterkünften oder bei Familien, die bereits zahlreiche Menschen aufnehmen. Besonders betroffen sind schwangere und stillende Frauen, ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen. Gewalt, sexuelle Übergriffe und fehlende medizinische Versorgung verschärfen ihre Verletzlichkeit, manche Frauen sehen keinen anderen Ausweg, als zur Sicherung des Überlebens auf Prostitution zurückzugreifen.

Die Lage hat sich durch die aktuellen Überschwemmungen seit Januar 2026 weiter zugespitzt. Starkregen und Zyklone haben hunderttausende Menschen zusätzlich vertrieben, Straßen, Krankenhäuser und Schulen zerstört, sauberes Trinkwasser knapp gemacht und die Erntevernichtung verschärft die humanitäre Notlage. Besonders Frauen und Mädchen in den überfluteten Regionen sind gefährdet: Der Mangel an Schutzräumen, Hilfsgütern und medizinischer Versorgung erhöht das Risiko von Gewalt und Ausbeutung.

Die Kombination aus langjähriger Flucht und nun zusätzlichen Naturkatastrophen macht Frauen und Mädchen in Mosambik besonders verletzlich – sowohl körperlich als auch psychisch. Die meisten erhalten bisher keine psychosoziale Unterstützung, um Traumata zu verarbeiten oder ihre Lebenssituation zu stabilisieren.

GMPIS

Die 2014 gegründete feministische Plattform GMPIS zielt darauf ab, die Debatte und den Erfahrungsaustausch zwischen Frauen zu fördern und Menschenrechte sowie Frauenautonomie im Land zu stärken. Derzeit sind rund 30 Gruppen, Verbände und NGOs in verschiedenen Regionen Mosambiks beteiligt. Seit 2021 hat sich GMPIS als landesweiter Verband etabliert, mit der Möglichkeit, Vertretungen in jedem Teil des Landes oder im Ausland zu gründen. Zu seinen Zielen gehören die Schaffung eines Raums für den feministischen Dialog und das Eintreten für Frauenrechte, die Verteidigung der Einbeziehung von Frauen beim Zugang zu Justiz und Land, die Förderung der Einbeziehung von Frauen mit Behinderungen, die Stärkung der Teilhabe von Frauen an der der politischen Entscheidungsfindung, die wirtschaftliche Stärkung und die Verbesserung der Geschlechtergerechtigkeit .

Darüber hinaus möchte die Gruppe die feministische Vision der Körperautonomie und der sexuellen und reproduktiven Gesundheit von Frauen erweitern und im Rahmen der Agenda 1325 Frauen, Frieden und Sicherheit u.a. lokale Friedens- und Sicherheitskomitees gründen bzw. neu beleben. Unser lokaler Partner hat mehrere Projekte im Bereich Menschen/Frauenrechte umgesetzt. Gleichzeitig hatte er auch ein Augenmerk auch auf die Einführung von Resilienzstrategien gegenüber dem Klimawandel. Dies ist insbesondere in Mosambik, das als Land mit hoher Anfälligkeit für Naturkatastrophen gilt, wichtig.

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2026-02-13T14:50:27+00:00
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