Zukunft sichern im Klimawandel

Wie langfristige Zusammenarbeit in Simbabwe Gemeinden stärkt und Ernährungssicherheit verbessert

Konkrete Verbesserungen durch gezielte Maßnahmen

Mai 2026 – Der Internationale Klimatag (15. Mai) erinnert jedes Jahr daran, dass der Klimawandel längst Realität ist und weltweit unterschiedliche Lebensbereiche beeinflusst. Besonders stark betroffen sind Länder des Globalen Südens, in denen sich klimatische Veränderungen direkt auf Ernährungssicherheit, Wasserverfügbarkeit und wirtschaftliche Stabilität auswirken.

Ein aktuelles Beispiel ist unser Projekt im Distrikt Chimanimani in Simbabwe. Dort wird deutlich, wie eng Klimawandel, Armut und landwirtschaftliche Entwicklung miteinander verbunden sind – und wie gezielte Maßnahmen vor Ort konkrete Verbesserungen ermöglichen können.

Im ländlichen Simbabwe gehören die Folgen des Klimawandels längst zum Alltag vieler Familien. In Chimanimani führen unregelmäßige Niederschläge, längere Trockenperioden und zunehmende Extremwetterereignisse zu erheblichen Herausforderungen für die Landwirtschaft.

Für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern bedeutet das konkret: geringere Ernten, unsichere Einkommen und eine wachsende Ernährungsunsicherheit. Die Auswirkungen des Klimawandels betreffen damit nicht nur die wirtschaftliche Situation, sondern unmittelbar die Lebensgrundlagen ganzer Familien.

Seit 2023 setzen wir gemeinsam mit unserem lokalen Partner TSURO ein Projekt um, das darauf abzielt, die Widerstandsfähigkeit von 1.200 Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in Chimanimani gegenüber den Folgen des Klimawandels nachhaltig zu stärken.

Im Mittelpunkt steht dabei ein Ansatz, der nicht auf kurzfristige Hilfe, sondern auf langfristige Veränderung ausgerichtet ist. Die Menschen sollen befähigt werden, ihre landwirtschaftlichen Systeme, ihre Ernährungssicherheit und ihre wirtschaftlichen Perspektiven selbst zu verbessern.

Die Projektarbeit verbindet verschiedene Bereiche miteinander, um ganzheitliche Lösungen zu schaffen. Besonders im Fokus stehen agrarökologische Anbaumethoden, die den Menschen helfen, ihre Landwirtschaft an veränderte klimatische Bedingungen anzupassen und gleichzeitig die Bodenfruchtbarkeit langfristig zu verbessern.

Darüber hinaus werden Gemeinschafts- und Ernährungsgärten aufgebaut, die einen wichtigen Beitrag zur lokalen Versorgung mit Lebensmitteln leisten. Auch die Verbesserung der Wasser- und Sanitärversorgung spielt eine zentrale Rolle, um gesundheitliche Risiken zu reduzieren und die Lebensqualität zu erhöhen.

Einkommensschaffende Maßnahmen werden gefördert, um die wirtschaftliche Stabilität der Haushalte zu stärken. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Umweltbildung und der Einbindung junger Menschen, die als wichtige Akteure für zukünftige Entwicklung eine zentrale Rolle spielen.

Die bisherigen Ergebnisse zeigen eine klare Wirkung des Projekts. Mehr als 90 Prozent der 1.200 Projektteilnehmenden wenden inzwischen unterschiedliche agrarökologische Praktiken an, um die Auswirkungen des Klimawandels zu mildern.

Auch im Bereich Ernährungssicherheit sind deutliche Verbesserungen sichtbar. Fast alle Haushalte ernähren sich jetzt ausgewogen im Vergleich zu vor den Projektmaßnahmen. 420 Kleinbäuerinnen und Kleinbauern haben im Rahmen von Ernährungsfestivals und Kochdemonstrationen grundlegende Kenntnisse zur Zubereitung ausgewogener Mahlzeiten erworben und durch den Anbau von Hülsenfrüchten und der Einführung von Kleinvieh- und Fischanzucht stehen mehr Eiweißquellen zur Verfügung.

Auch im Bereich Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH) sind klare Fortschritte erkennbar. 55 Prozent der begünstigten Haushalte haben verbesserte Hygienepraktiken übernommen. Gleichzeitig sank der Anteil der Durchfallerkrankungen von 12 Prozent im Jahr 2024 auf rund 8 Prozent im Jahr 2025. Insgesamt verfügen inzwischen 596 Haushalte über einen verbesserten Zugang zu sicherer Wasserversorgung für Landwirtschaft und Haushalt.

Besonders dynamisch entwickelt sich zudem eine Jugendvertretung, die sich für Umwelt- und Naturschutz einsetzt und zu Themen wie Klimawandel, einkommenschaffende Maßnahmen und Gesundheit informiert und zum Bereich Drogenmissbrauch und häuslicher Gewalt sensibilisiert. 30 ausgebildete Jugendvertreterinnen und -vertreter konnten bereits 447 weitere junge Menschen mobilisieren und schulen.

Dadurch ist eine aktive Jugendbewegung entstanden, die sich inzwischen zu fast 80 Prozent eigenständig mit lokalen Behörden und Umweltinstitutionen austauscht. Über digitale Plattformen wie WhatsApp werden kontinuierlich Klimaschutz- und Umweltkampagnen organisiert.

Neben den praktischen Maßnahmen vor Ort wurden auch wichtige strukturelle Fortschritte erzielt. Mit der Einführung einer Umwelt- und Naturschutzverordnung auf Distriktebene wurden Rahmenbedingungen geschaffen, die den Schutz natürlicher Ressourcen langfristig stärken und die Zusammenarbeit zwischen lokalen Behörden, traditionellen Führungskräften und Gemeinden verbessern.

Diese Kombination aus praktischer Umsetzung und struktureller Entwicklung ist entscheidend, um nachhaltige Wirkung zu erzielen.

Der Klimawandel ist eine globale Herausforderung, seine Auswirkungen zeigen sich jedoch immer lokal. Projekte wie in Chimanimani machen deutlich, dass nachhaltige Entwicklung dort ansetzen muss, wo die Menschen direkt betroffen sind.

Klimaanpassung, Ernährungssicherheit und nachhaltige Landwirtschaft greifen dabei ineinander und bilden die Grundlage für langfristige Stabilität und Perspektiven.

Der Internationale Klimatag erinnert daran, dass globale Herausforderungen nur gemeinsam bewältigt werden können. Das Projekt in Simbabwe zeigt, wie wichtig es ist, lokale Strukturen zu stärken und Menschen in die Lage zu versetzen, ihre Zukunft aktiv und nachhaltig zu gestalten.

Denn echte Veränderung entsteht dort, wo Wissen, Verantwortung und konkrete Unterstützung zusammenkommen.

Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie durch Aktion Deutschland Hilft (ADH). 

Zugehörige Beiträge

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Der Klimawandel zerstört Ernten und Lebensgrundlagen in Simbabwe.

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Der

Aufgrund begrenzter Regenfälle, die auf den Klimawandel und dadurch bedingte Schwankungen zurückzuführen sind, schrumpfte die landwirtschaftliche Produktion in weiten Teilen Simbabwes deutlich. Es gibt große Unterschiede zwischen ländlichen und städtischen Gebieten, wobei die ländliche Bevölkerung weitaus stärker unter Armut leidet als die Ein sich änderndes Klima und die daraus resultierenden Extremwetterereignisse stellen eine direkte Bedrohung für die öffentlichen Infrastrukturen im Projektgebiet Chimanimani dar. Der Klimawandel bewirkt eine starke Verringerung der Wassermengen in Flüssen, die Verschlammung von Flüssen und Dämmen, reduziert unterirdische Wasserquellen (unzureichende Wasserversorgung für Menschen und Tiere), häufigeres Auftreten von Wirbelstürmen und Hitzewellen, Zerstörung von Weideflächen und nicht zuletzt Konflikte in den Gemeinden. Die Einwohnerinnen und Einwohner von Chimanimani berichteten von der Dürre als „Schock“, den sie erlebten. 66 Prozent der Haushalte im Jahr 2022 waren von Dürre betroffen.

Abgesehen von den Auswirkungen des Klimawandels sind mehr als 70 Prozent der Böden in Simbabwe sauer und müssen gekalkt werden, um den pH-Wert für eine optimale Pflanzenproduktivität zu erreichen. Bodennährstoffe können von den Pflanzen nicht gut aufgenommen werden.

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2026-05-15T11:26:28+00:00
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